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Cover Jenseits der Mauer deutsch

Garth Nix legt mit Across the Wall / Jenseits der Mauer eine Kurzgeschichtensammlung vor, die viele Bereiche der Fantasy anspricht. Unter Anderem führt er den Leser wieder zurück in die Welt des Abhorsen und zeigt auf, wie es dem Freund von Sam und Lirael, Nicholas, nach seiner Rückkehr nach Ancelstierre erging.

In dieser Sammlung sind insgesamt dreizehn Geschichten vertreten. Neben der umfangreichen ersten Geschichte, gibt es sowohl einige Texte die ihren Ursprung in der Artus-Legende haben, als auch eine Neuerzählung von Hänsel und Gretel. Mir haben alle Geschichten gut gefallen, bis auf eine: Meine neue richtig epische Fantasyserie, die der Autor für eine Convention geschrieben hat. Hier wollte er Humor an den Tag legen, doch in meinen Augen ist das völlig daneben gegangen. Gezwungener Humor kommt einfach nicht gut an und so bin ich froh, dass es nur einen Ausrutscher dieser Art in Across the Wall / Jenseits der Mauer gibt.

Besonders gelungen fand ich Karli Hase. Für das Projekt War Child wurden Geschichten benötigt, die Kindern während Kriegszeiten ein wenig Hoffnung geben und genau das tut diese Geschichte.
Bevor ich Euch nun aber zu jeder Geschichte etwas erzähle gibt es nur einen Rat: Lest selbst!

Eine kleine Zusammenfassung von Nicholas Sayre und das Wesen im Glaszylinder möchte ich Euch aber mitgeben, denn sie war wohl namensgebend für das Buch.

Der junge Nicholas Sayre, Freund von Lirael und Sam, befindet sich nach seiner schweren Verwundung wieder in Ancelstierre und soll seine Pflichten als Neffe des Premierministers auf einer Abendveranstaltung wahrnehmen. Dort angelangt wird er gleich dem Leiter des Department Dreizehn vorgeführt, der ihm Frage über das Alte Königreich stellen will. Doch Nicholas traut ihm nicht und hält seine Antworten wage. Erst recht, als ihm ein Wesen aus Altem Königreich in einem Glaszylinder gezeigt wird. Was keiner sonst jedoch zu merken scheint - das Wesen lebt noch. Ein Händler zwischen dem Alten Königreich und Ancelstierre, der hier ebenfalls befragt wird, scheint es jedoch zu spüren und bricht in Panik aus. Nicholas will ihm helfen und ordnet an, dass der Händler eine Nachricht an seinen Onkel übermitteln soll. Doch allzu auffällig darf diese nicht sein, denn Nicholas glaubt nicht so recht, dass der Händler überhaupt eine Chance hat diesen Auftrag auszuführen.
Wieder in seinem Zimmer wird Nicholas überrumpelt und in die Kellergewölbe zurück gebracht. Man scheint sehr wohl zu wissen, dass die Kreatur am Leben ist und Nicholas Blut soll sie erwecken. Allerdings geht dabei etwas gewaltig schief, sein Blut ist zu kräftig und statt in eine Art Dämmerzustand zu gelangen, erwacht die Kreatur und beginnt ihren Weg in die Heimat jenseits der Mauer mordend und ohne Rücksicht auf Verluste. Nicholas muss sie aufhalten, doch wie soll er so weit ab dem Königreich seine Chartermagie entfesseln? Und ist er dieser Kreatur überhaupt gewachsen?

Man merkt an diesen Geschichten, was für ein großartiger Autor Garth Nix ist und wie er es in sehr kurzen Texten schafft etwas Umfangreiches zu berichten.

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