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16.

Jan 2018

Cover Vergangene Tage in Cinnamon Falls

Enthält Spoiler zu den ersten beiden Teilen der Cinnamon Falls-Reihe.

Maya ist das (noch) jüngste Mitglied der Familie Holiday und ist gerade dabei sich selbst zu finden. Das sie das mit Vorliebe in schwarzer Kleidung tut und sich jetzt auch noch ihre hellblonden Haare schwarz gefärbt hat, beunruhigt ihre Mutter Lorraine.
Maya ist vom fröhlichen Mädchen zu einem Trauerkloß mutiert und sowohl Lorraine als auch ihre anderen Kinder kommen an die fast 16 Jährige nicht mehr ran. Einzig Chloe hat noch einen Draht zu ihr und spürt, dass hinter dem Äußeren eine wichtige Botschaft steckt.

Maya trägt das Elend der Welt auf ihren Schultern. Wie kann in Cinnamon Falls jeder so glücklich sein, wenn in Kolumbien die Kinder auf der Straße sterben? Niemand versteht sie - einzig Dallas.
Er lebt in Boston und ist eine ebenso sensible Seele wie Maya. Zu gern würde sie ihn einmal treffen, aber sie wohnen einfach zu weit auseinander. Außerdem hat sie Angst, dass sie zu viel in die vielen Nachrichten herein interpretiert. Wie könnte auch jemand wie Dallas, der in einer so großen Stadt wohnt, auf ein Mädchen stehen, dass aus diesem Dorf kommt?

An ihrem 16. Geburtstag schießt Maya den Vogel ab, als sie die Schule schwänzt und sich mit einer gefälschten Unterschrift ein Tattoo stechen lässt. Als sie daheim auf ihre enttäuschten und traurigen Eltern trifft, hat sie schon ein schlechtes Gewissen. Aber was wissen die beiden schon? Ihr Vater nimmt ihr das Telefon ab - nun konnte sie Dallas nicht mal mehr eine SMS schicken.
Vier Tage ohne ein Wort von Dallas ist Maya schon verrückt vor Sorge um Dallas. In einer knappen E-Mail erzählt er ihr, dass sein Vater ihn rausgeworfen hat. Er lebt auf der Straße, ist im Obdachlosenheim beraubt worden und lebt im Moment von der Hand in den Mund.
Maya beschließt ihm zu helfen und ihn zu sich zu holen. Aber wie soll sie das ihren Eltern erklären? Würden sie ihn überhaupt akzeptieren?

In Vergangene Tage in Cinnamon Falls dreht sich alles um Maya und ihr Gefühlsleben. Als Teenie hat man es nicht leicht - vermutlich weder in einem kleinen Ort noch in einem Ort wie eben Cinnamon Falls, in dem irgendwie alle immer glücklich und fröhlich sind. Ich glaube, da würden viele anfangen einfach mal ein bisschen anders zu denken.
Maya ist mir nicht unsympathisch, aber mit ihren Gedankengängen kann ich nicht immer mitgehen. Sie ist teilweise unfair, vor allem ihren Eltern gegenüber. Vermutlich ist das bei Teenies normal und vielleicht war ich auch so, aber irgendwie ist es doof ;o)

Wie ihre Familie mit ihr umgeht, finde ich sehr lieb. Sie versuchen ihr alles recht zu machen, gerade Lorraine reißt sich beinahe einen Arm aus um ihre Jüngste wieder Lächeln zu sehen. Dabei hat sie es auch nicht leicht.
Maya verändert sich im Laufe der Geschichte und natürlich auch im Laufe der folgenden Bücher ebenfalls. Das ist gut und wichtig.

Man merkt, auch in Cinnamon Falls ist nicht alles Gold was glänzt und das ist gerade im nächsten Band besonders deutlich. Ich bin weiterhin begeistert von der Reihe und würde mir fast wünschen, sie würde nie enden =o)

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