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09.

Dez 2017

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Snowflakes On Christmas Street von Ivy Pembroke ist ein wunderschönes Buch für die Vorweihnachtszeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern handelt es nicht von einem Paar, das sich findet, oder von einem Helden oder einer Heldin, die irgendwie mit ihren Problemen in der Weihnachtszeit zurechtkommen müssen. Nein, das Buch handelt von den Bewohnern einer ganzen Straße, eben der Christmas Street (Weihnachtsstraße), und ihrem Hund.

Aber der Reihe nach: Sam ist ein verwitweter Vater und gerade mit seinem Sohn Teddy von Amerika nach London gezogen. Damit kehrt Sam zurück in seine Heimatstadt. Der 8-jährige Teddy findet es aber ganz schrecklich in London. Alle sprechen so komisch und benutzen Worte, die er noch nie gehört hat. Sein einziger Trost ist Jack. Jack ist ein Terriermix, der gerne Eichhörnchen jagt und eigentlich zu der Familie gehörte, die vor Sam und Teddy deren Haus bewohnt haben. Die hat Jack aber schon vor einiger Zeit zurückgelassen und nun kümmert sich eben die ganze Christmas Street um den kleinen Hund.

Die ganze Straße, das umfasst den alten und griesgrämigen Bill Hammersley, der überhaupt nicht davon angetan ist, dass Sam das Gespräch sucht und überhaupt die Menschen um sich herum kennenlernen will. Bills liebste Gesellschaft ist Jack. Mehr braucht er nicht. Denkt er jedenfalls. Dann sind da der Künstler Max und sein Mann Arthur, ein Versicherungsmarkler. Die beiden sind extrem unterschiedlich und doch funktioniert ihre Beziehung. Naja, meistens jedenfalls. Die beiden haben einen Herzenswunsch und gehen unterschiedlich damit um, dass es schon einmal fast geklappt hat und sich dann aber doch wieder zerschlagen hat. Zur Straße gehören auch eine polnischstämmige Familie bestehend aus Anna, Marcel und der trommelspielenden Teenagertochter Emilia sowie die indischstämmige Familie mit Diya, Darsh, dem Teenager Sai und der 8-jährigen Hundeliebhaberin Pari. Zu guter letzt ist da noch die Journalistin und Bloggerin Penelope, die gerne joggt und die übrigen Bewohner beobachtet, wenn sie gerade keine Lust zum Schreiben hat.
Sie alle werden zusammengebracht durch ihre Sorge um Jack und noch ein wenig mehr durch Sam, der seinen Nachbarn ein Willkommensfest bereiten möchte, weil das, so sagt er Teddy, ein Abenteuer sei.

Ivy Pembroke ist mir schon lange als Fanfiction-Autorin earlgreytea68 bekannt. Als ich dann gesehen habe, dass sie mit Snowflakes On Christmas Street ihr erstes Buch veröffentlicht hat, welches auch noch Anfang November, also quasi zum Beginn der Vorweihnachtszeit, herauskam, musste ich es einfach lesen. Was für ein Glück, denn es war einfach fantastisch. Ich habe Tränen gelacht und mich in all die verschiedenen Menschen und ihre Perspektiven verliebt. Das Buch beginnt zum Ende der Sommerferien und endet an Weihnachten und es war für mich - die eher ein Weihnachtsmuffel ist - der perfekte Start in eine besinnlichere Zeit. Dabei ist es in keinster Weise religiös angehaucht oder so. Nein, es zeigt einfach nur, dass man mit Freundlichkeit und Nächstenliebe besser im Leben vorankommt als ohne.

Snowflakes On Christmas Street war ein wirkliches Lesevergnügen. Leider ist das Buch nicht auf deutsch erhältlich, aber jeder der englischsprachige Bücher liebt, sollte zugreifen. Besonders die E-book Version kann man günstiger fast nicht bekommen. In diesem Sinne freue ich mich, mal wieder hier gewesen zu sein (meine letzte Gastrezension ist ja schon ewig her) und wünsche Euch allen ein frohes und Buch-reiches Weihnachtsfest!

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