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28.

Nov 2017

Cover Weihnachtsküsse in White Cliff Bay

Im kleinen Küstenort White Cliff Bay fristet die Eisschnitzerin Penny Meadows ein recht einsames Leben. In den letzten 8 Jahren leistete ihr lediglich ihr Hund Bernard Gesellschaft in dem alten Cottage und ab und an Josh, der ihr beim Verladen der schweren Eisblöcke hilft.
Ab heute sollen auch Henry und Daisy ihr Leben bereichern. Nachdem sie alleine vergeblich versucht hat Mieter für den Anbau zu finden, war es dem Maklerbüro tatsächlich innerhalb kürzester Zeit gelungen. Das Pärchen müsste eigentlich bald eintreffen.
Penny, durch die vielen einsamen Jahre etwas nervös, hofft, dass es nicht zu aufdringlich erscheint, wenn sie ihre neuen Mieter zum Abendessen bei sich einlädt. Die Lasagne steht bereits im Ofen und verbreitet einen verlockend Duft nach Tomate und Kräutern.

Henry ist genervt. Seit Ewigkeiten fährt er durch die Botanik um den kleinen Ort White Cliff Bay und das gesuchte Fliedercottage zu finden, in das er und Daisy ziehen. Sein Navigationsgerät hat ihn bereits mehrfach falsch geführt und auch der der Möbelwagen befindet sich an einem ganz anderen Ort als geplant. So hatte er sich den Neuanfang für sich und Daisy nicht vorgestellt.
Der gelernte Schreiner hofft in White Cliff Bay endlich einen Ruhepol für sie beide schaffen zu können. Sein neuer Job in der hiesigen Möbelfabrik scheint perfekt geeignet um sich einzuleben.
Er kann es kaum erwarten sein Ziel zu erreichen und endlich den Tag abzuschließen. Hoffentlich ist ihre neue Vermieterin nicht zu aufdringlich. Das kann er nun gerade gar nicht gebrauchen.

Als endlich ein Wagen vorfährt vibriert Penny beinahe vor Neugier und öffnet die Tür noch bevor es klopft. Vor ihr steht ein großer, muskulöser und verdammt gutaussehender Mann in etwa ihrem Alter. Damit hatte sie nun nicht gerechnet.
Verstört bekommt sie kaum ein Wort heraus. Der Gesichtsausdruck ihres Gegenübers verheißt allerdings nichts Gutes und wie sie erkennen kann, ist der Mann alleine. Wo ist denn seine Gattin?

Henry sieht sich einer etwas zerzausten, vor Erwartung glühenden Frau gegenüber. Das ist ihre Vermieterin? Wenn er nicht so unfassbar schlecht drauf wäre, könnte er sich einen Flirt mit ihr ganz gut vorstellen. Jetzt will er aber nur ins Bett und den Tag hinter sich bringen - und zwar alleine.

Penny muss sich mehrfach ins Gedächtnis rufen, dass Henry verheiratet ist und sie eigentlich die Schnauze voll hat von der Männerwelt. Als sie ihm sein neues Heim präsentiert fällt ihr auf wie unfassbar groß er ist. Auch ihm scheint es sehr schnell aufzufallen, denn wirklich glücklich schaut er nicht aus der Wäsche. Penny hat die Befürchtung, dass ihm und seiner Frau der Anbau zu schnell zu eng werden und sie wieder alleine da steht.
Nach nur wenigen Worten verabschiedet er sich von ihr und schließt die einzige Verbindung zwischen Haus und Anbau. Penny ist enttäuscht, so hatte sie sich den Abend nicht vorgestellt. Aber vielleicht wird der nächste Tag, wenn Henrys Frau Daisy kommt, besser.
Als der grummelige Henry dann jedoch kurze Zeit später mit Blumen und einem zerknirschten Gesichtsausdruck vor ihrer Tür steht, ist Penny wieder versöhnt. Die beiden verbringen einen lustigen Abend und merken schnell, dass sie ziemlich gut miteinander auskommen. Und nicht nur das, es knistert gewaltig zwischen ihnen. Warum flirtet Henry mit ihr, wenn doch seine Frau morgen nachkommt? Niemals würde sie sich auf einen verheirateten Mann einlassen. Aber ihr Herz ist verräterisch und ihre Gefühlswelt ist schon nach kurzem in purem Chaos untergegangen.

Christmas at Lilac Cottage / Weihnachtsküsse in White Cliff Bay ist ein wundervoller Weihnachtsroman zum Wohlfühlen. Um die Autorin schleiche ich schon eine Weile herum und nun habe ich die Chance genutzt und dieses Buch von Holly Martin als mein erstes auserkoren.
Henry mochte ich von Anfang an, auch wenn er ein kleiner Choleriker ist. Er hat das Herz am rechten Fleck und steht für seine Familie ein. Auch wenn er häufig über das Ziel hinausschießt, kann man ihm nie lange böse sein.
Penny hatte bei mir allerdings einen schweren Start. Sie erinnerte mich in so vielen Situationen an Bella aus der Twilight Saga / Biss-Reihe-Reihe. Gerade die Selbstzweifel sind etwas nervig. Ja, sie gehören irgendwie dazu, einfach weil Penny ein paar unschöne Dinge erlebt hat und sich selbst nicht so wahrnimmt wie andere, trotzdem habe ich häufiger über sie den Kopf geschüttelt.
Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich allerdings zu einer beeindruckenden Frau die immer mehr aus ihrem Schneckenhaus herauskommt.
Mein kleines Highlight ist Bernard ;o) Auch wenn der Hund immer wieder nur irgendwo in der Gegend rumliegt, ist er irgendwie das Tüpfelchen auf dem I.

Niemand kann das Rad neu erfinden und so ist der Verlauf der Geschichte vorgezeichnet. Allerdings hat die Autorin hier hin und wieder einige Stolpersteine eingebaut, die der Story die gewisse Würze geben. Ich habe mich in White Cliff Bay sehr wohl gefühlt und werde mir jetzt auch die anderen Bücher der Autorin anschauen. So kurz vor Weihnachten passt dieses Buch natürlich perfekt in die Hände von euch Leseratten, also schlagt zu =o)

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten, wofür ich mich an dieser Stelle bedanken möchte. Das hat meine Meinung zu dem Buch jedoch in keiner Weise beeinflusst.

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