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Cover Rollercoaster

Mona und Marie sind beste Freundinnen und das seit Kindertagen. Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein - während Marie das Leben in vollen Zügen genießt und sich häufiger mal eine kleine Unipause gönnt, ist Mona zielstrebig und gewissenhaft. Zwar ödet sie ihr Leben manchmal selbst an, aber den Mut etwas zu ändern hat sie dann auch nicht.
Die einzigen Eskapaden an denen sie teilnimmt sind die Partys von Marie und ihrem älteren Bruder Leo. Wobei letzterer sich darauf beschränkt zu feiern, während die zwei Mädels alles davor und danach organisieren.
Mona ist von Leo genervt, aber die kleinen Sticheleien zwischen ihnen bringen etwas Farbe in ihr sonst langweiliges Leben.

Für diese Halloween-Party hat Marie sich etwas besonderes einfallen lassen. Zum Einen hat sie den Medizinstudenten Robin für Mona eingeladen, zum Anderen gibt es ein Spiel. Ursprünglich sollten es die üblichen Kinderspiele werden, aber das wäre wohl nicht so gut angekommen. Stattdessen hat sie den Namen eines jeden Gastes auf unterschiedliche Zettel geschrieben. Rosa für die Mädchen, blau für die Jungs. Nun zieht jeder einen passenden Zettel vom anderen Geschlecht und darf sich mit dieser Person 10 Minuten lang im stockdunklen Keller treffen.
Was die Beiden dort machen bleibt ihnen überlassen und wird nie jemand anderes erfahren.

Mona hasst solche Spiele. Nachdem Leo sie allerdings damit aufzieht, dass sie sich ja eh nicht traut, ist ihr Trotz größer und sie schnappt sich einen Zettel.
Als es endlich an der Zeit ist für sie in den Keller zu gehen, ist ihr mehr als mulmig zu Mute. Wer weiß, wer dort unten auf sie wartet!
In der Dunkelheit hört sie nur seinen Atem, sie fühlt seine Haut und kurz darauf schmeckt sie seine Lippen. Wie im Rausch lassen sich die beiden von ihrem Verlangen antreiben.
Wer hätte gedacht, dass dieses Spiel so enden würde?
Die Zeit vergeht schnell und schon bald hören die beiden Schritte auf der Treppe - das nächste Pärchen.

In ihrer Eile verraten sich Mona und der Fremde, bis das Licht angeht. Vor ihr steht Leo - ausgerechnet! Beide sind schockiert von dem gerade gemeinsam erlebten, doch Leo ist bereits einen Schritt weiter.
Er gibt ihr klar zu verstehen, dass niemand etwas davon erfahren soll und auch, dass es ein riesen Fehler war.
Mona fühlt sich gedemütigt. Was hatte sie auch erwartet? Hier unten Prinz Charming zu finden? Wohl kaum.

In den nächsten Tagen lässt sich Mona nicht bei Marie blicken, aus Scham und natürlich auch um Leo nicht zu begegnen. Noch immer spürt sie seine Haut unter ihren Fingern und fühlt das Kribbeln in ihrem Unterleib.
Als Monas Wohnung durch einen Wasserschaden unbewohnbar wird, hat sie zwei Optionen: entweder sie zieht zu ihren Eltern, die sie ständig unter Beobachtung halten oder sie zieht zu Mona und Leo, was ihm genauso wenig gefallen dürfte wie ihr. Hin und hergerissen nimmt Marie ihr die Entscheidung ab und das Drama nimmt seinen Lauf.

Mit Rollercoaster: Liebe ohne Plan legt Rose Bloom wieder einen Roman vor, den man kaum aus der Hand legen kann. Mona und Leo ziehen sich an wie Motten das Licht und doch stoßen sie sich jedes Mal wieder ab, als hätten sie sich verbrannt.
Erst mit der Zeit erfährt man, wieso Mona dazu neigt alles unter Kontrolle haben zu wollen und warum Leo sich immer wieder einer neuen Frau zu wendet. Beides ist hinderlich für die Situation zwischen ihnen und gerade das macht es aus. Wer von beiden springt als erstes über seinen Schatten? Oder schaffen sie es am Ende beide nicht?
Die 300 Seiten fliegen nur so dahin und ehe ich mich versah, war die Hälfte schon rum.

Ich mag Mona. Sie ist ist ein kleines bisschen wie ich - ohne Plan geht nichts. Aber ab und an muss man vom Plan abweichen um zu Leben. Da hat sie wirklich Glück, dass sie Marie hat. Die mir übrigens ebenfalls sehr gut gefallen hat.
Und die ich mir als Hauptcharakter in einem Buch durchaus gut vorstellen könnte. Mir würde da auch der passende Gegenpart einfallen ;o)
Und wenn ihr das Buch gelesen habt, wisst ihr sicher auch wen ich meine.

Für mich ein kleines Dezemberhighlight =o)

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