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15.

Nov 2016

Cover Managed

Normalerweise kann Sophie nicht gerade sagen, dass sie vom Glück verfolgt ist. Die meisten ihrer Beziehungen sind schief gegangen, was rückblickend aber sicher kein Verlust war, wenn man bedenkt was für Loser diese Männer waren. Und auch was ihre Jobs anging hatte Sophie bisher immer nur Nieten gezogen.
Doch das könnte sich nun ändern, denn sie sitzt gerade im Flugzeug auf dem Weg nach London zu einem Bewerbungsgespräch. Vielleicht wird das ja endlich der Traumjob, nach dem sie immer gesucht hat? Außerdem wurde Sophie in die 1. Klasse hochgestuft und diesen Luxus konnte sie sich bisher noch nie leisten. Vielleicht steht das Glück nun doch endlich auf ihrer Seite. Leider stellt sich ihr Sitznachbar allerdings als ziemlicher Miesepeter heraus: Er ist arrogant, unterkühlt und sehr britisch - und Sophie kann es sich nicht verkneifen ihn auf ihre ganz eigene Art zu provozieren.

Gabriel hat für die meisten Menschen keine Geduld, besonders wenn sie ihm mit uninteressantem Small Talk in den Ohren liegen. Als er auf einem Flug nach London die Blondine, die ihn zugegebenermaßen sehr an Marilyn Monroe erinnert, im Sitz neben seinem kennenlernt und ihn von Anfang vollplappert, stellt er sich schon auf den schlimmsten Flug seines Lebens ein. Doch womit er nicht rechnet ist, dass er Sophie wirklich interessant findet. Sie ist nicht nur attraktiv, sondern auch sehr clever und so gelingt es ihr mehr als einmal Gabriel aus der Reserve zu locken - und das ist etwas, das sonst niemals vorkommt, schließlich ist er der Manager der momentan erfolgreichsten Rockband der Welt, Kill John, und bekannt dafür ein eiskalter Typ zu sein.

Am Ende dieses Fluges, den so schnell keiner von beiden vergessen wird, hatte Sophie eigentlich damit gerechnet, Gabriel nie wieder zu sehen. Deswegen hat sie sich auch nicht zurückgehalten und war einfach nur sie selbst. Doch dann kommen die Dinge ganz anders, als erwartet...

Nach Idol ist Managed nun der zweite Teil in Kristen Callihans VIP Reihe und es hat mir sogar noch besser gefallen, als das erste Buch. Schon von der ersten Seite an wusste ich, dass es eine Geschichte nach meinem Geschmack sein würde und das ist ganz allein Sophie zu verdanken. Sie ist einfach ein richtig cooler Charakter, von dem ich gar nicht genug lesen wollte. Sie ist witzig, schlagfertig und stark, hat dabei aber auch einige Fehler und Schwächen, die ihre Figur interessant abgerundet haben.
Bei Gabriel hatte ich am Anfang so meine Sorgen, wie ich mit ihm wohl klar kommen würde. Im ersten Buch fand ich ihn mit seiner kühlen und ernsten Art eher mäßig sympathisch. Doch das hat sich in Managed glücklicherweise ganz schnell geändert - spätestens als wir zum ersten Mal einen Blick in seinen Kopf werfen durften, denn das Buch ist sowohl aus Sophies als auch aus Gabriels Perspektive geschrieben. Es war sehr spannend ihn kennenzulernen und zu verstehen, wieso er so geworden ist, wie er eben ist und da gibt es wirklich einige Ebenen zu entdecken. Ich fand es wirklich toll, dass er zwar schon eher ein Alpha-Männchen ist, zumindest mit Sophie aber auch durchaus Gefühle zeigt.
Am besten aber fand ich die Momente, in denen Gabriel und Sophie aufeinander treffen - erst in wirklich lustigen und unterhaltsamen Wortgefechten und dann später als Partner. Sie passen einfach wunderbar zusammen und es hat riesen Spaß gemacht, sie auf ihrer Reise zu begleiten. Entsprechend schön fand ich auch die Romantik insgesamt in Managed.
Natürlich spielen auch Kill John und die Bandmitglieder wieder eine große Rolle. Libby und Killian, deren Geschichte wir bereits in Idol lesen durften, sehen wir relativ oft und es war schön zu sehen, wie es mit ihnen weiterging. Doch auch die anderen Band- und Crewmitglieder haben ihren Platz und ihre Momente.

Eigentlich ist es Kristen Callihan das ganze Buch über gelungen, eine wirklich schöne Geschichte zu schreiben, die trotz des Rockstars und dem wildem Leben auf Tour ohne übertriebenes Drama auskommt. Leider gibt es aber am Ende doch die ein oder andere Szene, die dann etwas over the top war. Z.B. ergibt sich gegen Ende ein ziemlich albernes Missverständnis mit darauf folgender Überreaktion, die nicht hätte sein müssen. Das hätte man alles sicher anders lösen können und war mir als "großes Finale" ein bisschen zu windig.

Trotzdem hat mir Managed von Kristen Callihan richtig gut gefallen. Mit viel Charme, Romantik und einigen schrulligen Momenten führen Sophie und Gabriel uns durch ihre Geschichte, von der ich gerne noch mehr gelesen hätte.

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