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Cover  The Playbook

Aubreys großer Traum ist es, als Reporterin in der NFL zu arbeiten. Und in den letzten Jahren ist sie ihrem Ziel auch ein ganzes Stück näher gekommen, denn mittlerweile ist sie als Journalistin bei ESPN angestellt und hat sich einem Namen im College Football gemacht. Ihr misogyner Boss Joe aber hat ihr bisher immer die Chance auf die NFL verwehrt. Doch mit ihrem nächsten Auftrag könnte sich Aubrey endlich beweisen: Sie soll einen großen Artikel über einen der legendärsten College Football Coaches des Landes schreiben.
An sich ist das eigentlich die perfekte Gelegenheit für Aubrey endlich zu zeigen, dass sie das nötige Zeug hat, um sich in einer Männerdomäne durchzusetzen, doch der Coach, um den es geht, ist aufgerechnet Brett Owens und der hat einen ziemlich schlechten Ruf - zumindest unter weiblichen Reporterinnen. Denn für Brett sind die nichts weiter als eine Ablenkung für seine Spieler und es ist fast schon ein Sport für ihn jede Frau anzubaggern, die ihm über den Weg läuft.
Und zunächst scheint Brett seinem Ruf auch absolut gerecht zu werden. Aubrey hat zwar vor, das Beste aus diesem Artikel zu machen, stellt sich aber schon auf die schlimmsten Wochen ihres Lebens ein, während sie Brett begleiten muss.
Doch je mehr Zeit sie mit Brett verbringt umso deutlicher entdeckt sie auch eine andere Seite an ihm. Eine die sie unglaublich attraktiv findet. Aubrey kann sich allerdings nicht auf den Playboy-Coach einlassen - denn wenn sie das tut ist ihr Ruf ruiniert und keiner wird sie in ihrem Job noch ernst nehmen.
Als allerdings jemand aus Bretts Vergangenheit auftaucht und ihm das Leben schwermacht zögert Aubrey nicht ihm bei diesem Problem zu helfen – auch wenn es ihr Leben bald sehr kompliziert macht.

Es ist nun mittlerweile ein paar Tage her, dass ich The Playbook von Kelly Elliott gelesen habe, und die Tatsache, dass ich jetzt schon kaum noch weiß, was in der Geschichte passiert ist, ist sicher kein sehr gutes Zeichen für dieses Buch. Dabei fand ich es gar nicht mal wirklich schlecht, es war einfach nur nicht sehr denkwürdig.
Die Figuren waren sympathisch genug: Aubrey ist zwar von Anfang an heiß auf Brett, versucht aber zunächst ihr Bestes, um sich nicht von ihm einwickeln zu lassen. Und auch Brett ist sofort von der schlagfertigen jungen Reporterin angetan. Die Dynamik zwischen den beiden ist dementsprechend geladen und hat beiden Figuren sehr sympathisch gemacht, auch wenn ihr Geplänkel natürlich alles andere als einzigartig ist und in der Form in vielen Büchern vorkommt.
Ebenfalls ein bisschen schwierig fand ich, dass The Playbook keine echte Handlung verfolgt, abgesehen davon, dass Aubrey und Brett sich wollen, aufgrund ihrer Jobs sich aber nicht haben können. Stattdessen baut Kelly Elliott das ein oder andere Problem ein, das auftaucht und dann gelöst wird. Z.B. wird Brett von einer Ex-Flamme erpresst und eigentlich geht man davon aus, dass das der Knackpunkt der Geschichte sein wird - doch dann wird es mitten im Buch aufgelöst. So etwas in die Richtung ist mehrmals passiert und hat der Geschichte ein wenig den natürlichen Fluss genommen.
Es ist daher also nicht überraschend, dass es immer wieder kleinere und größere Dramen gab, die nicht immer nötig gewesen wären. Genauso gibt es auch sehr kitschige Szenen und übertriebene Gesten, die zu unnatürlich und unrealistisch waren, um wirklich auf mich wirken zu können.

Deshalb bleibt mir auch gar nicht mehr allzu viel weiteres über The Playbook von Kelly Elliott zu sagen. Das Buch ist nett, mehr aber auch nicht und wenn ich mich jetzt schon kaum noch an die Handlung erinnern kann, glaube ich nicht, dass mir das gesamte Buch noch besonders lange im Kopf bleiben wird.

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