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Cover Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens deutsch

Lars Thorwald hat es nicht leicht im Leben. Als ältester Sohn von Dreien fällt ihm zusammen mit seinem zweiten Bruder zu, sich um das jährliche Lutefisk-Essen zu kümmern. Der Stockfisch muss dafür mehrfach eingelegt und gewaschen werden, was nicht nur eine unangenehme schmutzige Arbeit ist, es stinkt auch bis zum Himmel.
Für Lars und seinen Bruder Jarl wird es zur jährlichen Tradition, nachdem ihr Vater der Gemeinde versprochen hat, sich um dieses Schwedische Gericht zu kümmern, als die eigentliche Köchin sich in einem Winter den Fuß brach. Seither ist die eigentlich so schöne Winter- und Weihnachtszeit für Lars die schlimmste Zeit des Jahres. Seine Mitschpüler hänseln ihm des Gestanks wegen und die Mädchen trauen sich gar nicht erst in seine Nähe. Wie soll er da eine Freundin finden?

Mit 18 macht das einzig Richtige für ihn - er zieht weg, fängt in einem Restaurant an zu arbeiten und lebt sein eigenes Leben. Nie wieder, so schwört er sich, wird er Lutefisk zubereiten.
Noch immer ist ein kein Frauenschwarm und doch wird Cynthia auf ihn aufmerksam. Während sie mit ihren bisherigen Männern nur auf die Nase gefallen ist, legtt ihr Lars sein Herz zu Füßen. Er kann kochen, ist charmant und bringt sie zum Lachen. Es dauert nicht lange und sie sind verheiratet. Als Cynthia schwanger wird, ist Lars außer sich vor Freude - sie hingegen nicht. Sie taugt nicht zur Mutter, und als die kleine Eva das Licht der Welt erblickt, ist sie sich nicht sicher, wie sie das schaffen soll. Lars ist der liebevollste Vater, den sich eine Frau für ihr Kind nur wünschen kann. Während er in erster Linie Vater und dann erst Koch ist, steht für Cynthia fest, sie will so schnell es geht wieder arbeiten. Sie lernt den Sommelier Jeremy St. George kennen. Er nimmt ihr ihren Traumjob weg, bietet ihr jedoch ungeahnte Möglichkeiten. Es dauert nicht lange und Cynthia verlässt Lars und damit auch Eva.

Sie weiß nicht, das Eva bald darauf auch ihren Vater verlieren wird, der ihr ein unbeschreibliches Erbe vermacht hat, das Eva zu einer der gefragtesten Personen in der kulinarischen Szene wird. Sie geht ihren Weg - aber irgendetwas fehlt.

Als ich die Leseprobe zu Kitchens of the Great Midwest / Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von J. Ryan Stradal bei www.vorablesen.de gelesen hatte, war ich hellauf begeistert. Es versprach ein wundervolles Buch zu werden und so war ich sehr erfreut, als das Buch endlich in meinem Briefkasten landete. Leider schien es so, als wäre die Leseprobe schon das Beste am ganzen Buch gewesen, denn es wurde danach verwirrend und teilweise ziemlich eklig.
Man lernt in verschiedenen Abschnitten immer wieder neue Leute kennen und häufig erkennt man erst am Ende wie diese Personen mit Eva zusammen hängen.
So lernt man erst die verschiedenen Verwandten und später Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen kennen. Das Buch bezeichnet den Weg von Eva als Baby bis hin zur Erwachsenen. Sie ist eine außergewöhnliche Frau mit besonderen Fähigkeiten die sich nichts gefallen lässt.

Nach einer Weile war ich irgendwie sehr verwirrt, da ich eigentlich ein Buch über Eva erwartet hatte und keinen Roman, der ihr Leben zwar umreisst, aber sie nur als Nebenfigur auftauchen lässt.
An wichtigen Stationen hat der Autor Rezepte in das Buch geschrieben, die durch alle wahnsinnig lecker klingen. Erst am Ende ziehen sich alle Fäden zusammen und das Buch findet einen Abschluss, der mich irgendwie dann doch begeistert und berührt hat. Zwar kann ich weder den Titel noch die eigentliche Geschichte um Eva wirklich dem Gelesenen zuordnen, aber es war ein Buch, das mich tatsächlich eine Weile beschäftigt hat.

Einen ganz lieben Dank an das Team von www.vorablesen.de und dem Diogenes-Verlag für das Buch und die Möglichkeit es vor dem Erscheinungsdatum am 24.08.2016 lesen zu können.

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