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Cover Kein Sommer ohne Liebe deutsch

Greer Hennessy ist auf der Jagd nach der ultimativen Location. Sie soll für einen Film ein idyllisches Örtchen mit Charakter und weißen Stränden finde. Sollte eigentlich kein Problem sein in Florida, aber da hat sie die Rechnung ohne Bryce, den Regisseur, gemacht. Was auch immer Greer findet, reicht ihm nicht.
Als sie genervt und hungrig in einem Lokal landet versucht sie es ein letztes Mal und fragt den netten älteren Kellner. Der empfiehlt ihr Cypress Key. Das sei genau das, was sie suchen würde - sagt er. Aber ob Bryce das genauso sieht?

Kurz darauf kommt Greer im Nirgendwo - also Cypress Key - an und ist hin und weg. Ihre Kopfhaut kribbelt und das ist ein verdammt gutes Zeichen. Sie schickt dem Regisseur erste Fotos, es ist perfekt.
In wenigen Tagen soll aus Cypress Key ein Filmset für einen Liebesfilm mit nervenzerfetzenden Action-Szenen werden. Greer ist es grundsätzlich egal, was gedreht wird, sie wird nur dafür bezahlt, die geeigneten Plätze zu finden und sicher zu stellen, das beim Dreh alles glatt läuft.

Im einzigen Motel vor Ort mietet sie sich in ein stickiges Zimmer ein um sich gleich mit den nötigen Formularen und Ämtern auseinander zu setzen. Der Bürgermeister der Stadt, Eben Thibadeaux, ist nicht sehr begeistert, dass sein Ort von einer Filmcrew besetzt werden soll. Vor allem Greers Wunsch nach einer Sprengung des verfallenen Kasinos stößt bei ihm auf Ablehnung.
Aber Greer weiß was sie will und sie wird es kriegen. Glaubt sie. Bei Eben beißt sie allerdings auf Granit. Der sture Bürgermeister ist allerdings nicht ihr einziges Problem.
Das Filmprojekt ist unter dem Mantel der Verschwiegenheit zu behandelt und doch steht am nächsten Tag in der lokalen Presse wer die Starbesetzung der männlichen Hauptrolle ist. Nun dauert es nicht mehr lange und Paparazzi aus dem ganzen Land versuchen ein Foto des weltbekannten Rappers Kregg zu schießen.

Während Bryce tobt, Eben bockt und die Sonne heiß vom Himmel brennt, schleicht sich ein weiterer Mann in Greers Leben, den sie dort eigentlich überhaupt nicht haben will: ihr Vater Clint. Er hat die Familie verlassen als Greer noch klein war und seither keinen Kontakt zu ihr. Das er jetzt plötzlich einen auf Familie machen möchte, passt Greer überhaupt nicht in den Plan. Clint wohnt nur wenige Meilen entfernt von Cypress Key und so wird es wohl Zeit ein Versprechen ihrer Mutter gegenüber einzulösen.
Doch dann erfährt sie etwas, was ihr Weltbild ins Wanken bringt und sie ins Grübeln bringt.

Klingt spannend, nicht wahr? Ist es leider nicht. Das für mich bisher erste Buch der Autorin Mary Kay Andrews droht bereits das letzte zu werden. Warum?
Der Plot ist gut, das Cover ansprechend und der Verlag lockt mit der Frage 'Träumst du auch von einem Sommer voller Liebe?'.
Mal ehrlich - Wer tut das nicht? Leider findet man gerade davon ziemlich wenig im Buch. Die Hauptakteure sollen vermutlich Greer und Eben sein, das ist allerdings nicht eindeutig, da es in dieser Geschichte nur so von Charakteren wimmelt. Neben Greer, Eben und Bryce gibt es noch noch Allie, Ginny, Clint, CeeJay, Vanessa, Jared, Kregg ... und weitere deren Namen mir gerade wieder entfallen sind. Viele davon nehmen für meinen Geschmack zu viel Raum ein um als Nebencharaktere zu fungieren.

Die Romanze, die sich zwischen Eben und Greer entwickeln soll, wird kurz auf die Spitze getrieben und vegetiert danach so vor sich hin. Beinahe alles andere in diesem Buch ist präsenter als die eigentliche Lovestory. Ist das so gewollt? Vermutlich nicht.
Greer ist eine recht farblose Persönlichkeit. Sie hängt in der Vergangenheit und traut sich nicht so recht in die Zukunft. Ihr fehlen Ecken und Kanten und vor allem eine eigene Meinung. Immer dann, wenn es gerade von Vorteil ist, ändert sie ihre bisherige Einstellung ohne dazugehörige Erklärung.
Bei Eben ist es leider nicht anders. Er agiert in Cypress Key als Allrounder und das scheint er nicht nur beruflich zu verfolgen. Erst ist er total hin und weg von Greer, dann stößt er sie wieder von sich, verzehrt sich aber eigentlich dann doch nach ihr. Ja was denn nun?

In dieser Geschichte gibt es viel zu viele Handlungsstränge die beinahe willkürlich nebeneinander her laufen. Es werden Tatsachen gesetzt, die nicht erklärt oder hinterfragt werden. Und am Ende wird es hektisch um ja alle losen Enden zu schließen - ohne Erfolg. Beinahe alle aufkommenden Fragen während dem Verlauf der Handlungen, bleiben am Ende weiterhin offen.

Positiv ist jedoch der Sprachstil. Das Buch lässt sich an sich sehr flüssig weg lesen, es gibt hier und dort kleine Fehler und die Namen sind mal etwas anderes. Leider liest sich das Buch sehr lieblos zusammengewürfelt, eben wie eine Auftragsarbeit zu der weder genug Zeit noch genug Lust vorhanden war.
Sehr schade, denn aus den vielen Ideen hätte man eine wirklich gute Geschichte machen können.

Trotz allem einen lieben Dank an den FISCHER-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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