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Cover Bis in den Tod hinein

Severin Boesherz ist erst vor kurzem aus dem beschaulichen Rheingau nach Berlin gekommen. So ganz angefreundet hat er sich mit der Millionenstadt noch nicht, aber vielleicht hilft ihm der neue Fall auf seinem Schreibtisch. Ein Mörder treibt in der Stadt sein Unwesen und seine Opfer gehören nicht gerade zur Krone der Schöpfung.
Severin und seine Kollegin Olivia Holzmann bekommen für die Aufklärung Unterstützung von Dr. Linda Bartholy. Wenn sie sich mit einer Sache auskennt, dann mit der Psyche von Mördern und offenbar, haben sie es hier mit einem Serientäter zu tun.
Innerhalb kürzester Zeit werden mehrere Leichen aufgefunden, alle mit einer Nummer versehen und auf groteske Art und Weise drapiert.

Boesherz und seiner Kollegin ist schnell klar, hier arbeitet jemand nach Plan. Von Linda Bartholy erhalten sie recht schnell ein Täterprofil, doch die schiere Masse an Menschen auf die dieses passt ist unmöglich zu überprüfen. Da spielt ihnen der Täter in die Hände und macht einen Fehler. Offenbar ist der Mord an Kai Jurek nicht nach Plan gelaufen. Das Opfer hat sich gewehrt und weißt fremde DNA-Spuren auf. Die Analyse dauert zwei Tage – so viel Zeit haben sie nicht. Denn der Täter hat sich bereits sein nächstes Opfer ausgesucht.

Zu allem Überfluss gibt es einen zweiten Fall mit höchster Dringlichkeit. Die Moderatorin Tanja van Beuten ist verschwunden - spurlos. Niemand hat sie gesehen, es gibt keinen Abschiedsbrief und auch keine Lösegeldforderungen. Der Ermittler Dennis Baum steht vor einem Rätsel. Van Beuten wäre nie einfach so abgetaucht ohne wenigstens ihrem Manager Bescheid zu geben. Schließlich beginnt der Dreh zur nächsten Staffel 'Dein Catwalk' bereits in Kürze.
Van Beutens Verschwinden und der Beginn der Mordserie liegen auffallend nah beieinander. Hat die Moderatorin vielleicht etwas damit zu tun? Oder werden Boesherz und seine Kollegen bald auf ihre Leiche stoßen?

Bis in den Tod hinein ist das erste Buch, das ich von Vincent Kliesch gelesen habe. Am Anfang hatte ich Probleme in die Geschichte rein zu kommen. Irgendwie waren mir die Charaktere nicht einprägsam und auch der Mörder machte wenig her.
In einem Kapitel war ich kurz davor das Buch abzubrechen, da hier auf vielleicht 4 Seiten der Mörder immer wieder abwechselnd mit Vor- oder Nachname betitelt wurde. Das ging mir doch sehr auf die Nerven und ich hatte schon Angst es würde so bleiben. Aber meine Hartnäckigkeit wurde belohnt. Nach 150 Seiten war ich drin in der Geschichte und musste nun auch wissen, wie es weitergeht. Wie würde der Kommissar den Täter fangen, wie viele Menschen mussten noch sterben und was war der Hintergrund dazu. Und natürlich die Frage - was ist mit der Moderatorin.

Es wird immer mal wieder abwechselnd aus 3 Perspektiven geschrieben. Aus Sicht des Hauptcharakters Severin Boesherz, dann auf Sicht des Mörders und aus der Perspektive der verschwundenen Moderatorin. Ich fragte mich natürlich wie das alles zusammenhängt und war am Ende mit der Aufklärung ziemlich glücklich. Das passte alles gut zusammen.
Der zweite Teil der Reihe um Severin Boesherz Im Augenblick des Todes (keine Rezension) liegt ebenfalls noch auf meinem Nachttisch und ich bin gespannt wie es da weiter geht.

Der Schreibstil des Autors liest sich soweit flüssig und leicht weg. Ein großer Vorteil, wenn man sich auf das Wesentliche, die Geschichte, konzentrieren will.
Sehr amüsant fand ich übrigens eine Szene im Wachsfigurenkabinett - jeder der es liest wird wissen was ich meine ;o)

Einen ganz lieben Dank an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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