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Cover Heartbreaker Englisch

Manchmal will man einfach die Alltagssorgen vergessen und sich zumindest für einen Abend in ein kurzes Abenteuer stürzen. Das war zumindest alles, was Kiki wollte, als sie mit ihren Schwestern in den Club ihres Bruders zum Feiern gegangen ist und dort ihr Auge auf Darren, den hauseigenen DJ, geworfen hat. Er wäre perfektes Material für einen One-Night-Stand: Gutaussehend, sexy und sie hat ihn mehr als einmal mit anderen Frauen aus dem Club nach Hause gehen sehen. Genau das will Kiki auch - nur Sex, ohne Verpflichtung und ohne Gefühle.
Doch leider geht Kikis Plan nicht ganz auf, denn Darren fährt sie nach der Party zwar nach Hause, doch er geht nicht auf ihr eindeutiges Angebot ein. Stattdessen geschieht etwas, das für beide vollkommen unerwartet kommt: Sie werden Freunde. Zwar ändert das nichts an der sexuellen Spannung zwischen den beiden, doch sowohl in Darrens als auch Kikis Leben ist kein Platz für eine Beziehung. Deshalb schwören sich beide, dass nie mehr zwischen ihnen sein kann, als reine Freundschaft, denn beide haben ihre ganz eigenen Gründe, wieso sie sich von ernsthaften Beziehungen fernhalten.
Doch langsam aber sicher durchbrechen Kiki und Darren gegenseitig ihre Mauern und müssen feststellen, dass sie vielleicht im anderen genau die Person gefunden haben, die ihr ganzes Leben zum Besten wenden könnte - wenn sie nur lernen würden loszulassen...

Leider ist Heartbreaker von Kat Bastion und Stone Bastion eine von diesen 08/15 Geschichten, die mich überhaupt nicht packen konnten. Allein die Grundgeschichte ist schon nicht sonderlich einfallsreich, woraus ich dem Buch allerdings keinen Strick drehen will. Schließlich kannte ich den Klappentext und hätte ich es ja nicht lesen müssen. Außerdem gibt es durchaus auch Bücher, die keine besonders innovative Geschichte haben und die dennoch zu unterhalten wissen. Bei Heartbreaker war das aber nunmal leider nicht der Fall.
Denn die Gründe, die Kiki und Darren von der Liebe und Beziehungen abhalten sind ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen - zumindest bei Kiki. Darrens Situation ist schon etwas realer und schwieriger und ich verstehe, wieso er keine unbeteiligte dritte Person in sein Drama hineinziehen wollte. Kikis Hintergründe wirken dagegen ziemlich kindisch und oberflächlich und lassen sich auf ein Ereignis aus ihrer High School Zeit (also vor gut 10 Jahren) zurückführen. Dass dieses Erlebnis nicht schön war und man daraus eine gewisse Lehre ziehen kann ist schon glaubhaft, aber als erwachsene Frau immer noch so ein Drama darum zu machen fand ich etwas albern. Überhaupt muss ich sagen, dass Kiki, die immerhin langsam auf die 30 zugeht, oft ziemlich kindisch und verantwortungslos handelt. Sie will ständig ihren Willen durchsetzen und weiß und kann alles besser, als alle anderen, steckt dabei aber ihren Kopf in den Sand, wenn es um echte Probleme geht. Das ist einer der Gründe, weshalb sie mir nie wirklich sympathisch geworden ist. Überhaupt waren Kat Bastion und Stone Bastion ziemlich inkonsequent mit dem Aufbau von Kikis Charakter. Denn auf der einen Seite ist sie supersüß und sexy und hübsch und überhaupt der Traum eines jeden Mannes, gerade weil sie nichts außer einem One Night Stand will. Auf der anderen Seite hat sie aber auch fast nie Sex und kein Glück bei Männern - das war alles ein wenig widersprüchlich und hat mich nach kürzester Zeit ziemlich genervt.
Ebenfalls nicht sonderlich gut gelungen fand ich den Schreibstil, der einfach keine gerade Linie gefunden hat. Entweder war er viel zu blumig und ausschweifend mit ziemlich kitschigen Vergleichen oder aber er war zu abgehakt, was den Lesefluß immens gestört hat. Die Autoren haben offensichtlich versucht, die Dialoge durch das weglassen von Personalpronomen möglichst realistischen zu halten (z.B. "Saw her at art class today.", "Need water?" usw.), haben aber zumindest für mich dadurch genau das Gegenteil bewirkt. Es wirkte zu bemüht und hat die Charaktere dadurch ziemlich unauthentisch wirken lassen. In der Masse war das beim Lesen einfach anstrengend und nervig.

Insgesamt ist Heartbreaker von Kat Bastion und Stone Bastion also kein Buch, das mich überzeugen konnte. Das Einzige, was mich einigermaßen bei der Stange halten konnte, war Darrens Teils der Geschichte, aber selbst das wurde mir irgendwann zu übertrieben und kitschig. Das nächste Buch der Unbreakable Reihe, das von anderen Charakteren handelt wird, werde ich mir von daher vermutlich sparen.

Wenn ihr dem Buch trotzdem mal eine Chance geben wollt, empfehle ich euch es vorzubestellen. Denn bis zum Erscheinungstermin (22. März 2016) gibt es das Buch noch für 0,99 EUR - danach steigt der Preis auf voraussichtlich knapp 5 EUR!

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