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05.

Jan 2016

~ND

The Game Plan

Fiona MacKenzie galt in ihrer Familie immer als ein wenig flatterhaft. Sie hat ihr Hauptfach öfter gewechselt, als ihnen lieb war und auch jetzt im Beruf kann keine Stelle lange ihre Aufmerksamkeit halten. Mit ihren Beziehungen sieht es nicht wirklich anders aus. Zwar hatte sie schon einige längere Beziehung, aber sie ist auch nie lange ohne einen neuen Freund und auch einige One Night Stands gehen auf ihr Konto.
Doch so wirklich glücklich macht sie das alles nicht mehr. In ihrem Job bei einem der renommiertesten Raumaustatter in New York geht zur Zeit dank einer neuen Kollegin alles schief und sie kann nicht sagen, dass sie dort noch besonders viel hält. Und auch in der Liebe wird es Zeit für mehr. Alle finden ihre große Liebe um sie herum, allen voran ihre Schwester Ivy und ihre gute Freundin Anna, und Fi will das auch. Allerdings nicht unbedingt wie Ivy und Anna mit einem Profisportler, von denen hat sie nämlich keine sonderlich gute Meinung.
Deswegen ist es nicht wirklich überraschend, dass ihr Ethan Dexter, der frühere Football-Teamkollege ihres Schwagers, nie wirklich aufgefallen ist. Nunja, nicht aufgefallen ist vielleicht der falsche Ausdruck, denn mit seiner riesigen Statur, den vielen Muskeln und dem Bart ist Dex eigentlich nicht zu übersehen. Aber Fiona hat nie mehr in ihm gesehen, als den Profi-Sportler und somit war er tabu. Sehr zu Dex Leidwesen, denn der ist bereits in Fiona verliebt, seit er sie vor zwei Jahren zum ersten mal gesehen hat. Er hat sich allerdings nie getraut, mehr daraus zu machen – schließlich sind seine Erfahrungen entgegen aller Klischees über Footballspieler mit Frauen quasi nicht vorhanden...Das soll sich jetzt allerdings ändern, denn er will seine Chance mit Fiona nicht noch einmal verlieren.

Angefangen hat The Game Plan von Kristen Callihan eigentlich recht vielversprechend. Fiona ist eine sympathische, lebensfrohe Heldin, die zwar definitiv nicht alles im Griff hat, dabei aber nie ihre gute Laune verliert. Und Ethan "Dex" Dexter ist der schweigsame Held, den wir bereits in den ersten beiden Büchern der Reihe kennen gelernt haben. Allerdings muss ich sagen, dass er dem Klischee auf den zweiten Blick nicht wirklich entspricht, denn in ihm steckt definitiv mehr als einer dieser klassischen, leicht launischen Hünen, die gerne mal in Romanzen verwendet werden. Es ist gar nicht so einfach, ihn mit nur ein paar Worten zu beschreiben, man muss ihn einfach selbst erleben. Ich fand ihn jedenfalls sehr sympathisch und er ist auf jeden Fall der Charakter, der mich am meisten in The Game Plan gepackt hat.
Auch die Geschichte selbst war in der Anfangsphase eigentlich noch ziemlich schön - nicht sehr einfallsreich, aber schön. Doch leider bin ich irgendwann einfach das Gefühl nicht los geworden, dass Kristen Callihan nicht mehr wirklich viel einfällt, um ihre Geschichte weiter zu bringen. Und so kommt es zu all den typischen New Adult Elementen: Missverständnisse, Eifersucht und ein ziemlich übertriebener „Showdown“, den ich ehrlich gesagt ganz schön albern fand. Einzig die wie gesagt sehr sympathischen Figuren haben für mich die Geschichte ab diesem Punkt noch tragen können.
Außerdem hat mir grundsätzlich das gewisse Etwas in diesem Buch gefehlt. Ich mochte wie gesagt die Charaktere, aber irgendwie wollte der Funke nie komplett überspringen. Vielleicht lag es daran, dass in The Game Plan ein wenig der Humor gefehlt hat, den ich in [Autor]s anderen Büchern immer ganz schön fand. Ganz sicher war es natürlich die etwas lahme Handlung. Aber auch abgesehen davon war The Game Plan einfach ziemlich...gewöhnlich. Schade, denn wie gesagt hatten die Figuren wirkliches Potential.

Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass ich die restlichen Bücher der Game On Reihe von Kristen Callihan auch noch lesen werde - einfach weil sie unterm Strich doch irgendwie Spaß machen und ich einfach nicht die Finger von ihnen lassen kann...;)

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