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Sophie, Sandra und Vanessa sind seit ihrer gemeinsamen WG-Zeit beste Freundinnen. Dass es nicht immer einfach ist mit den unterschiedlichen Charakteren der Freundinnen ist natürlich klar. Aber wenn eine die anderen braucht, lassen diese alles stehen und liegen und sind zu Stelle. So wie es mit wahren Freunden sein sollte.

Sophies Stiefmutter hat beim Aufräumen des Kellers einige Dinge gefunden, die einst Sophies Mutter gehörten. Darunter ein altes Poesiealbum aus Angelikas Schulzeit. Wehmütig schaut sich Sophie die Einträge an und kann kaum glauben, dass sie keine der Personen aus dem Album kennt.
Leider kann sie ihre Mutter nicht mehr fragen, wer die Menschen alle sind, denn Sophies Mutter ist 23 Jahre zuvor bei einem Unfall ums Leben gekommen. Die Erinnerungen sind bereits blass, denn Sophie war damals noch ein Kind. Gemeinsam mit ihren Freundinnen liest sie die Einträge im Album. Sophie würde so gern mehr über ihre Mutter erfahren und hat einen verrückten Einfall. Sie möchte die Frauen, die damals in dieses Album geschrieben haben kontaktieren. Vielleicht könnten sie ihr etwas über die Zeit erzählen, in der sie ihre Mutter kannten.
Sandra ist sofort begeistert, Vanessa jedoch macht ihr wenig Hoffnung. Sophie versucht es dennoch und hat immerhin bald 14 Kontakte gefunden. Viele davon kannten ihre Mutter nach eigener Aussage kaum und andere meldeten sich gar nicht. Zwei jedoch freuten sich sehr von ihr zu hören und so beschlossen die Freundinnen einen Ausflug zu machen. Von Frankfurt aus geht es mit dem Wohnmobil nach Havixbeck zur besten Freundin ihrer Mutter, Martina.

Die Reise bringt Sophie auf die Spuren ihrer Mutter und ihr selbst etwas Zeit um ihr Leben zu sortieren. Im Gegensatz zu ihrer frisch verheirateten Freundin Sandra sieht es in ihrem Liebesleben alles andere als rosig aus.
Ihre Liebe heißt Martin, ist Professor an der gleichen Uni wie sie und zudem verheiratet. Obwohl Martin ihr immer wieder beteuert, dass er seine Frau für sie verlassen wird, scheint er den endgültigen Schritt immer weiter hinauszuzögern.
Sophie weiß, dass diese Liebe nicht gut für sie ist, aber kann sie Martin so einfach verlassen? Auf ihrer Fahrt hat sie viel Zeit zum Nachdenken und möchte diese auch nutzen. Doch schon bald drehen sich ihre Gedanken um ganz andere Dinge und Martin rückt immer weiter die Ferne.

Nachdem ich Anfang letzten Jahres Weibersommer gelesen hatte, ist mir die Autorin Heike Wanner ein Begriff. Eine liebe Freundin aus einem Bücherforum hatte dann vor einigen Wochen dieses Buch hier gelesen und war begeistert. Und da sie wirklich ganz lieb ist, hat sie mir das Buch auch prompt ausgeliehen ^^.
Die Geschichte dreht sich zu 90% um das Thema Freundschaft und ich finde, dieses Thema ist gerade heut zu Tage wichtiger als alles andere. Was sind wir ohne Freunde? Einsam, sehr richtig.
Sophie hat nicht viel in ihrem Leben, aber sie hat Sandra und Vanessa. Beide sind so unterschiedlich wie Feuer und Wasser und zusammen mit Sophie bilden sie ein perfektes Gespannt. Als nun Sophie ihre zwei Freundinnen bittet mit ihr die Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter zu unternehmen, braucht es nicht viel um beide zu überreden.
Man merkt sofort, dass die drei unzertrennlich sind und gemeinsam viel Spaß haben.

Ich gestehe, ich habe ein wenig gebraucht bis ich in das Buch reingekommen bin und ich kann gar nicht mal so richtig sagen woran es lag. Vielleicht weil ich zu Beginn den Kopf nicht richtig frei hatte, jedenfalls waren die ersten 50 Seiten etwas holprig.
Als dann aber die Reise beginnt, war ich doch sehr angetan und musste wissen was sie so alles erleben und erfahren werden.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich wunderbar lesen. Keine Sätze über 5 Seiten und keine Begriffe die ich erst im Fremdwörterbuch nachschlagen muss. Heike Wanner schafft es wunderbar die Figuren und Gefühle selbiger zu beschreiben, so dass ich mir alle sehr gut vorstellen konnte.
Am Ende steht die Entscheidung wie Sophie mit ihrem Leben weiter machen möchte. Ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat, müsst ihr selbst herausfinden ^^

Vielen lieben Dank Nathalie, dass ich mir das Buch von dir leihen durfte =o)

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