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Cover One Night in Bangkok deutsch

Caro ist auf dem Weg nach Thailand. Endlich. Nach 15 Jahren Ehe holt sie nun endlich ihre Flitterwochen nach. Nach ihrer Scheidung gibt es keinen Grund mehr für sie ihre Reiselust zu unterdrücken und so sitzen sie und ihre beiden besten Freundinnen Romana und Sonja im Flieger nach Bangkok. Sie war schon immer fasziniert von Thailand und nun bekommt sie es endlich zu Gesicht.
Nachdem sie erfolgreich gelandet sind und sich im Hotel eingecheckt haben, machen sie die Gegend unsicher. Es gibt so viel zu sehen in Bangkok und sie haben doch nur 4 Nächte. Danach geht es weiter ans Meer um dort noch ein wenig zu entspannen.

Das Hotel ist grandios, sie hat ein wunderschönes Zimmer und viel Platz. Eigentlich ist es ein Raum für zwei, aber so hat sie mehr Platz für sich.
Am Abend essen die drei Mädels in einem Restaurant gleich um die Ecke und beobachten eine komische Szene. An einem Tisch weiter wird ein alleinreisender Mann hartnäckig von einer Bedienung angeflirtet.
Für Caro steht fest, der Mann ist nicht an der Frau interessiert, also sucht er wohl eher nach einer männlichen Begleitung. Wozu sonst soll ein Mann mittleren Alters alleine nach Thailand reisen, wenn nicht um sich eine Sexbekanntschaft zu suchen?
Doch der Mann entspricht so gar nicht Caros Vorstellungen von einem Sextouristen. Er ist gut gebaut, hat wunderschöne Augen und ist gut gekleidet.

George möchte eigentlich in Ruhe sein Mahl beenden, doch die Bedienung gibt sich so viel Mühe, dass selbst die Damen vom Nachbarstisch zu ihm rüber schauen. Eine der Drei fällt ihm besonders auf. Er kann einfach nicht aufhören sie anzuschauen und offensichtlich ist sie nicht ganz abgeneigt. Denn auch sie schaut immer wieder zu ihm rüber.
Ob er eine Chance hat sie näher kennenzulernen? Schließlich ist er Single und diese Frau reizt ihn.

Am nächsten Tag schauen sich die drei Freundinnen einige Tempel an und wagen eine Fahrt in einem TukTuk. Obwohl Caro eigentlich ein eher ängstlicher und sicherheitsbedachter Mensch ist, lässt sie sich dazu überreden es mit dem Gefährt zu versuchen. Zu dritt hocken sie sich auf die Sitzbank und der Fahrer radelt los. In einer engen Kurve kommt das kleine Gefährt gefährlich in Seitenlage und fällt um. Der Fahrer ist untröstlich. Mit vereinten Kräften einiger Thailänder wird der Wagen wieder aufgesetzt und die Fahrt geht - langsam - weiter.
Caro weiß eins - in so ein Ding kriegen sie keine zehn Pferde mehr! Der blaue Fleck auf ihrem Oberarm lässt sich bereits jetzt erahnen, denn sie war der Puffer zwischen ihren Freundinnen und der Straße.
Als sie etwas später aus einem Tempel treten und sich auf den Heimweg machen, entdecken sie den Mann aus dem Restaurant. Er kommt aus einem Luxushotel und ist gekleidet als würde er dort auch hingehören. In seinem dunklen Anzug wirkt er unheimlich attraktiv.
Caro will nicht dass er sieht wie sie ihn anstarren, doch da ist es schon zu spät, er entdeckt sie und über die Entfernung brennt sich sein Blick in ihre Augen. Dieser Mann hat was.

Irgendwie scheint der Typ überall zu sein. Als die drei einen Tagesausflug zu einer Brücke mit anschließender Flussfahrt antreten, steht er plötzlich vor Caro und zwängt sich auf den einzig freien Platz in dem Minibus. Das hat ihr gerade noch gefehlt! Dank seiner Körpergröße kleben sie förmlich aneinander und irgendwie ist er wohl in Plauderlaune, denn kaum hat sich der Bus in Bewegung gesetzt, versucht er sie in ein Gespräch zu verwickeln. Als Caro widerwillig darauf eingeht, merkt sie, dass er eigentlich ganz charmant ist und sie ihn vielleicht doch völlig falsch eingeschätzt hat. Sie verbringen den Tag zu viert und lernen George besser kennen. Er ist weltgewannt, unterhaltsam und könnte Caro direkt gefährlich werden. Zu allem Überfluss stiften ihre zwei Freundinnen sie geradezu dazu an einen Urlaubsflirt mit ihm zu beginnen. Ob das gut geht? Sie hat doch überhaupt keine Ahnung mehr wie das funktioniert. Und doch fühlt sie sich in Georges Nähe unglaublich wohl.

Endlich gibt es ein neues Buch von Elke Becker und ich durfte es für euch lesen und rezensieren. Nachdem ich ja in Der Mann in Nachbars Garten schon auf Caro gestoßen bin, habe ich mich natürlich gefragt wie es wohl mit ihr und ihren Freundinnen in Bangkok wird. Sehr unterhaltsam, das kann ich euch sagen.
Wie bisher alle anderen Charaktere sind auch die Hauptcharaktere aus diesem Buch durch die Bank weg sympathisch. Ich mochte Caro von Anfang an sehr gern und natürlich auch George. Wenn ich mich richtig erinnere, kennen wir den aus Yoga ist auch keine Lösung.

Die Beschreibungen von Thailand klingen sehr abenteuerlich und exotisch. Ich bin nie in Thailand gewesen und durch die Temperaturen werde ich dort wohl auch nie hinreisen. Aber die anschaulichen Erklärungen der Tempel, der schwimmenden Märkte und auch des grandiosen Strandes, kann ich es mir wunderbar vorstellen. Ich glaube so einen Markt würde ich schon ganz gern einmal sehen ^^

Die Entwicklung zwischen Caro und George geht langsam voran und passt ganz gut so. Schließlich ist Caro kurz vorher geschieden worden und da will man sich in nichts stürzen, was man nicht verkraften kann. Ein wenig gestört und auch irritiert haben mich die englischen Sätze in den Dialogen. Ich weiß warum Elke Becker das gemacht hat, aber ich finde es immer nicht so schön gelöst, da es doch etwas verwirrend war für mich.
Das Ende des Buches fand ich ganz toll. Und vielleicht werde ich mir den Film auch einmal anschauen - das hat mich jetzt neugierig gemacht. Schließlich kennt man (oder vor allem Frau?) die Erwähnung ja bereits aus einem Film mit der damals noch jungen Meg Ryan und dem charmanten Tom Hanks.

Wie bei allen Büchern von Elke Becker sitze ich nun da und grübel wie es wohl weiter gehen könnte. Denn das Ende lässt bei mir die Frage nach einer Person offen. Da der nächste Roman wohl in Arbeit ist (gottseidank), heißt es nun fleißig lauern und so lange die bereits bekannten Romane von ihr genießen. Derzeitig könnt ihr sie nämlich ziemlich günstig erwerben. Wäre das nicht der perfekte Einstieg?
Es rät sich hier von vorn zu beginnen. Zwar sind die Romane keiner Reihe zugeordnet, jedoch bauen die Bücher alle ein wenig aufeinander auf. Wer sich also den Spaß nicht verderben möchte, sollte unbedingt mit Yoga ist auch keine Lösung beginnen.

Liebe Elke, vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar, ich habe es wirklich wieder sehr genossen =o)

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