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Cover Der Mann in Nachbars Garten deutsch

Eva könnte platzen vor Glück. Sie ist endlich in London angekommen und hat in ihrer Agentur gleich einen großen Auftrag an Land gezogen. Das könnte ihre Chance sein richtig Fuß zu fassen und eine feste Anstellung zu erhalten.
Zudem kommt an diesem Wochenende endlich ihr Freund Sascha nach London. Er will zu ihr ziehen und sie können nun gemeinsam ihren Traum leben.

Als Eva Sascha anruft um ihr von der tollen Neuigkeit zu berichten, ist er sehr abweisend. Erst nach und nach rückt er mit der Sprache raus. Sascha wird nicht nach London zu Eva ziehen, er beendet die Beziehung weil er in den letzten Wochen gemerkt hat, dass sie beide sich auseinander gelebt haben.
Eva ist schockiert. Doch zu ihrem Erstaunen braut sich in ihr Wut zusammen. Wie kann er sich so einfach aus ihrem Leben stehlen? Wollte er etwa nie wirklich nach London?

Eva weiß nicht was sie tun soll und ruft ihre beste Freundin Lena an. Schon am nächsten Tag kommt Lena nach London um ihre Freundin zu trösten. Das hätte sie Sascha wirklich nicht zugetraut und doch ist Eva ohne ihn einfach besser dran. Lena beschließt Eva abzulenken und überredet sie zu einer Touristentour mit dem Bus durch London. Hier merkt Eva erst wieder wie sehr sie die Stadt liebt und dass sie es auch ohne Sascha schaffen wird.
Als Lena wieder nach Hause fährt, erreicht Eva die nächste Hiobsbotschaft: ihre Eltern hatten einen Autounfall. Ihr Bruder informiert sie, dass es ihrem Vater wohl gut gehe soweit, aber ihre Mutter ziemlich viel abbekommen hat. Eva muss sofort nach Hause. Doch wie erklärt sie es ihrem Chef?
Eva hat Glück, sie erhält die Chance sich zu beweisen und kann trotzdem zu ihren Eltern nach Deutschland reisen.

Es ist komisch für Eva wieder in ihrem Heimatdorf zu wohnen. Dort hat sich eigentlich nichts verändert. In den nächsten Wochen soll sie ihrem Vater, der durch ein Gipsbein stark beeinträchtigt ist, im Haushalt helfen. Dass er sich von ihr bedienen lassen will von vorn bis hinten stand nicht auf Evas Plan. Sie versucht mit allen Mitteln ein wenig Selbstständigkeit in ihren Vater zu kriegen, was allerdings in einer Katastrophe endet.
Auch ihr Bruder kann ihr nicht helfen. Er ist ständig auf Montage unterwegs und seine Frau hat mit den drei Kindern genug um die Ohren. Also muss Eva die Zähne zusammenbeißen und durchhalten. Ihre Mutter wird noch eine Weile im Krankenhaus bleiben müssen, bevor sie in die Reha geschickt wird. Vielleicht schafft sie es ihrem Vater bis dahin wenigstens beizubringen sich selbst einen Kaffee zu kochen.

Durch eine kleine Reiberei zwischen Felix, dem Kater ihrer Eltern und dem Nachbarshund, lernt Eva David, den Nachbar, kennen. Einen verdammt gutaussehenden Vater eines 14 jährigen Sohnes.
Nur eine Frau sieht sie nicht. Als die beiden ins Gespräch kommen, wird schnell klar, David kennt Eva bereits, aber Eva kann sich an David einfach nicht erinnern.
Viele Jahre zuvor hat Eva in einer kleinen Firma gearbeitet und auch David war dort angestellt. Leider war er Eva nie wirklich aufgefallen, während David oft nur Augen für Eva hatte.
Nach ihrer letzten Beziehung kann Eva allerdings keinen Mann gebrauchen und sowohl ihre Arbeit als auch ihr Vater werden ihr schon genug die Zeit vertreiben.

Was Eva nicht ahnt - David taucht immer wieder dann auf, wenn sie ihn gerade aus ihren Gedanken verbannen will und schon bald merkt sie, dass sie sich anfängt in seiner Nähe sehr wohl zu fühlen. Auch David zieht es magisch zu Eva, dabei lebt er in einer Beziehung, wenn auch keiner sehr glücklichen.
Es kommt wie es kommen muss - nach einem Abend mit Bastelei am Küchentisch küsst David Eva zum Abschied. Nun drehen sich Evas Gedanken nur noch um David. Aber er ist tabu. Schließlich hat er eine Partnerschaft. Oder empfindet er etwas für sie? Würde er seine Familie für sie verlassen? Könnte sie damit leben?

Ich habe bereits zwei Bücher von Elke Becker gelesen und natürlich musste ich mir auch dieses Buch kaufen als es endlich draußen war. Die Andeutungen der Autorin haben mich sehr neugierig gemacht.
Jetzt endlich kam ich dazu das Buch auch zu lesen und wie immer hat mich Elke nicht enttäuscht =o)

Eva kam bereits in Yoga ist auch keine Lösung vor und ich hatte mich so gewünscht, dass es auch ein Buch zu ihr geben wird. Und hier haben wir es. Eva ist einfach wunderbar. Sie ist ein wenig chaotisch, selbstbewusst und rundum sympathisch. Die kleinen Reiberein zwischen ihr und ihrem Vater haben mich manches Mal schon sprachlos gemacht. Evas Mutter hat hier generell etwas falsch gemacht ^^
Eigentlich habe ich an dem Buch nichts auszusetzen. Es liest sich sehr schnell weg - es ist auch nicht sehr lang - und erfüllt dabei doch alle Kriterien. Es hat Hochs und Tiefs, lässt einen nachdenklich werden und auch sehr schmunzeln.
Ein klitzekleines Wehmutströpfchen ist wohl die Tatsache, dass das Buch nur sehr kurze Passagen in London hat =o( Gerade darauf hatte ich mich besonders gefreut.
Aber das Ende konnte mich dann wieder versöhnen ... ich hatte da schon ganz schlimme Befürchtungen.

Das nächste Buch der Autorin - was auch schon darauf lauert gelesen zu werden - beschäftigt sich mit einer Person, die der Leser in Der Mann in Nachbars Garten kennenlernt. Und da ich mit dem nächsten Buch bereits begonnen habe, habe ich auch hier schon wieder eine Figur, die ich sehr gern mal als Hauptcharakter in einem Buch erleben würde.
Ob Elke mit diesen Wunsch erfüllt?

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