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Cover Control englisch

Vy Alkenos ist ein Gestaltwandler (Shifter). Darüber hinaus ist er der Kuar, Führer, seines Falkenclans und regiert diesen mit liebevoller Härte. Als Anführer muss er den anderen nicht nur ein gutes Beispiel geben, sondern er kann auch nichts von ihnen verlangen, was er nicht selber tun würde. Und so ackert Vy mehr, als jeder anderer seiner Falken. Er ist nicht unglücklich, aber auch nicht glücklich. Dazu fehlt ihm sein Seelengefährte, der, bei dem Vy sich fallen lassen kann und der ihn stärkt und umsorgt. Vy glaubt, er wird seinen Seelengefährten nie finden, weil zwei männliche Gestaltwandler keine Seelengefährten sein können.
Doch dann passiert es doch, er begegnet Robert einfach auf der Straße und kann es nicht glauben. Sein Seelengefährte ist genau das, was Vy sich immer erträumt hat: stark, sexy, freundlich, aber doch bereit, Vy kontra zu geben. Robert hat nur einen, ganz entscheidenden Fehler. Er ist zwar ein Gestaltwandler, weigert sich aber, seine Tiergestalt anzunehmen. Nur ein einziges Mal in seinem Leben war Robert ein Bär und an diese Zeit denkt er nur mit Schrecken zurück. Wie können zwei für einander bestimmte Seelen zueinander finden, wenn beide genau zu wissen glauben, was das Beste für den jeweils anderen ist...?

Control ist eine charmante Shifter-Geschichte mit zwei sehr sympathischen und auch interessanten Charakteren. Gerade Vy hat mich in seiner Vielschichtigkeit beeindrucken können. Dennoch hat mir an diesem Gemeinschaftswerk von Cardeno C. und Mary Calmes etwas gefehlt. Und zwar die Begründungen für manche der Dinge, die passieren. Vieles war einfach - wusch - da und wurde ohne viel Erläuterungen zur Tatsache deklariert. Hier wäre etwas mehr Hintergrundinformation schon nett gewesen. Beispielsweise die Erläuterungen, warum so viele Clans nur schlecht oder gar nicht miteinander können, fand ich etwas dürftig. Noch wichtiger war der die Tatsache, dass Vy und Robert zusammen passen wie Topf auf Deckel, es für meinen Geschmack aber zu wenig Einsicht in ihre Psyche gegeben hat, warum das so ist.

Es gab schon Erklärungen in Control, aber die blieben mir insgesamt einfach zu dürftig. Trotzdem hat es Spaß gemacht, Vy den Alpha-Falken mit dem privaten Bedürfnis nach Unterwerfung näher kennenzulernen und dabei zuzuschauen, wie Robert ihm in seiner liebevollen bärigen Art genau das gibt, was er braucht. Toll fand ich, dass es trotz der Differenzen zwischen verschiedenen Clans dennoch möglich war, seinen Partner und Seelengefährten außerhalb der eigenen Sippschaft zu finden. Alleine diese Idee hat die Dimensionen der Geschichte enorm vergrößert. Die meisten Gestaltwander-Geschichten, die ich bislang gelesen habe, lassen die Charaktere entweder nur in einem bestimmten Clan/Herde/Sippe/Was-auch-immer wandeln. Oder aber, es handelt sich um Geschichten, in denen die Wesen ihre Gestalt nach Bedarf ändern können, dann aber in der Regel nicht auf der Suche nach einem Partner sind.

Insgesamt war Control ein unterhaltsames Buch, was auf Dauer in meinem Kopf aber keinen vordersten Platz belegen konnte. Dafür war mir dann manches einfach doch zu unstimmig. Von dem Autor Cardeno C. würde ich in dem Fall eher ein eigenes Werk, etwa Perfect Imperfections, empfehlen. Zur Autorin Mary Calmes kann ich noch nicht so viel sagen, weil ich da erst noch ein eigenes ganzes Buch lesen muss. Control mit seinen charmanten Charakteren war aber doch so gut, dass ich da in jedem Fall mal zugreifen werde.

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