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Cover Fade englisch

Fade ist für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet!
Rezension enthält minimale Spoiler für die übrigen In the Company of Shadows-Bände.

Fade startet mit dem ultimativen Supergau. Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, wisst ihr, was das jeweils Schlimmste wäre, was einem der Protagonisten passieren könnte. Vor allem wenn man von einer absoluten Horrormission zurückkehrt. Ja und nun sieht es so aus, als sei genau dieser Albtraum Realität geworden. Man weiß allerdings nicht, ob dem wirklich so ist oder ob man von den Autoren, Sonny und Ais, nur durch ein weiteres Höllental gejagt wird. Denn es gibt einen Prolog, der den Leser hoffen lässt. Und so liest und liest man und wünscht sich ... alles Mögliche.
Und schon ist man mitten drin, im Kampf um die Vorherrschaft in der Agency, um das Streben nach ein wenig Glück von unseren Protagonisten und ihren Freunden und auf dem Weg zu einem furiosen Showdown. Selten habe ich rund 900 Seiten schneller gelesen als hier...

Oh man, was für ein Buch. Schon der Anfang von Fade macht einen sprachlos und man sitzt da und weiß nicht, ob man sich die Haare raufen soll, sich ungläubig den Tatsachen widersetzten soll oder sich einfach heulend in die Ecke setzen soll. Und dann diese Mission von der der eine Protagonist zurückkommt. Fuck, sorry, aber ehrlich, was für eine grauenhafte Episode, die man in Rückblicken aus der Sicht des Betroffenen genießen darf.

Diese Serie bringt wirklich das Beste und Schlechteste im Leser hervor: Liebe und Hass für fiktive Personen und den unglaublichen Willen, dass irgendwann doch alles gut wird. Wenn man nur lange genug weiter liest, wird es das ja vielleicht auch. Denn ja, kurzzeitig gibt es diese Momente, in denen man in Glücksseligkeit versinkt und dann kommt eine neue Runde schirrer Verzweiflung, ob all der Schicksalsschläge, die ALLE Protagonisten mit der Zeit wegstecken müssen. Alleine die Rückblenden auf besagte Mission haben mir den Magen umgedreht (insgesamt gesehen erwischt es diesen Protagonisten in Fade wirklich am Schlimmsten).

Aber auch die armen Nebencharaktere: Was hat mein Herz für Emilio und Zach geblutet. Die Zwei sind ebenfalls so ein Duo Infernale - zum Verzweifeln. Oder Kassian, der mich so oft für sich einnehmen konnte, um dann wieder was total Dämliches zu tun. Ach ja, und das Ende von Fade. Der Wahnsinn. Eigentlich sollte man danach erst mal inne halten und in Ruhe drüber nachdenken, statt sich gleich auf Santino Hassels Anthologie 1/27 (keine Rezension) zu werfen.

Ich war dazu zu ungeduldig, aber ganz im Ernst, man sollte sich vielleicht einen oder zwei Tage gönnen und überlegen, was Boyd und Hsin wohl tun würden. Mehr sage ich dazu jetzt nicht, um niemandem den Spaß zu verderben. Lasst euch gesagt sein, dass die In the Company of Shadows damit zwar vorbei ist, die Geschichte - laut Sonny und Ais - aber weiter gehen wird.
Ich habe keine Ahnung, wohin die Reise gehen wir und auch nicht wann sie weitergeht, aber ich freue mich schon heute auf alles, was noch aus beider Feder strömen wird. Und ja, die beiden neuen Hauptcharaktere können mein Herz ebenfalls höher schlagen lassen.
Bis es soweit ist, werde ich mir vermutlich die neuen Director's Cut-Versionen besorgen (Teil 1 von Evenfall ist inzwischen erschienen und Teil 2 erscheint am 21. September 2014) und den einen oder anderen Re-read einlegen. Und ich werde versuchen tapfer zu bleiben und nicht mit der weiteren Geschichte anfangen, solange nicht wenigstens klar ist, wie lange die Reise noch wird.

In jedem Fall war Fade ein großartiger Abschluss der In the Company of Shadows-Reihe. Über 900 Seiten kommt man kaum zum Atem holen und das kann ich gar nicht genug honorieren. Und ja, ich wünsche mir, dass - egal welche bekloppten und verrückten Organisationen irgendwann die Macht übernehmen - wenn die Agency unter geht, möchte ich bitte in der ersten Reihe stehen, um zuzugucken. Denn niemals heiligt der Zweck die Mittel, egal wie gut die Intention ursprünglich vielleicht einmal war...

Hier war 1/27 (keine Rezension), die kurze Anthologie, die an Fade anschließt, extrem erhellend und - auch immer noch - würde ich getrost mein Erspartes an die Autoren senden, um heute schon lesen zu können, was weiter mit Boyd und Hsin oder auch den neuen Hauptcharakteren passieren wird. Überhaupt, die Gruppen, die da zustande kamen - sehr spannend.

Fazit: Für mich ein grandioser Abschluss der besten Buchreihe, die ich dieses Jahr gelesen habe.

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