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Cover Die Pralinenkur deutsch

Eva ist Anfang 40 und im Augenblick sehr glücklich. Sie hat zusammen mit ihrer Freundin ein relativ erfolgreiches Catering-Unternehmen und sieht einigen freien Tagen mit ihrem Liebsten entgegen.
Damien ist genau der Mann, bei dem sie sich wohlfühlt. Wenn er bei ihr ist, fühlt sie sich gut, geliebt und unglaublich sexy. Dann kocht sie für ihn, füttert ihn und verbringt den ganzen Tag in seinen Armen.
Doch Damien ist nicht sehr häufig bei ihr. Er ist Tierdokumentarfilmer und ständig unterwegs. Das ewig beständige ist nichts für ihn und so ist es jedes Mal wieder eine Überraschung, wann sie sich das nächste Mal sehen.

Während Eva glückseelig ist mit den Stunden die sie und Damien haben, ist ihre Freundin Desirée mit einem Mann verheiratet der ihr das gegeben hat, was sie wollte: zwei Kinder und eine Kreditkarte. Für Desirée gibt es die große Liebe nicht, es ist alles nur ein Arrangement.
Doch Eva glaubt an die große Liebe - denkt sie zu mindestens.

Unerwartet kommt ein neuer Auftrag für die Firma rein. Einer ihrer Exfreunde feiert seine Hochzeit nach und sein Vater hat sie engagiert. Natürlich weiß er nicht wer sie ist, doch für Eva bringt das die Welt aus den Fugen. Wie soll sie ihrem Verflossenen gegenübertreten? Schließlich ging es nicht wirklich freundlich auseinander.
Ganz professionell nimmt sie die Wünsche ihres Auftraggebers auf und ist in Gedanken bereits wieder im Bett bei ihrem Liebsten.
An diesem Tag ändert sich jedoch ihr Leben grundlegend. Denn Damien spürt, dass es Zeit wird für sie beide, dass er geht. Er weiß, dass es jetzt nicht mehr schöner werden kann und verabschiedet sich tränenreich von ihr.

Eva ist ein Wrack. Sie heult sich die Augen aus und klagt Desirée ihr Leid. In dieser Situation ist diese jedoch ganz Freundin und versucht sie zu trösten.
Aber Eva kann nicht mehr rational denken und stürzt sich ins Nachtleben. In einem Restaurant beginnt sie ihren Rachefeldzug gegen die Männer dieser Welt und landet am Ende bei sich selbst. Nun kann ihr nur noch ein Psychologe helfen. Und Eva fängt an über ihr Leben, ihre Liebe und ihre Verflossenen nachzudenken.

De perfecte minnares / Die Pralinenkur ist definitiv nicht das Buch, was ich erwartet hatte. Ich dachte es würde sich hierbei um eine nette Geschichte handeln um eine Frau auf dem Weg zu sich selbst. Doch es beginnt als halber Bridget-Jones-Abklatsch und endet in einer wilden Geschichte ohne Sinn und Verstand.
Ich habe keine Ahnung, was die Autorin dazu gebracht hat dieses Buch zu schreiben, es wäre allerdings besser gewesen, wenn sie es gelassen hätte. Nach gut 100 Seiten dachte ich - okay, jetzt wird's langsam - doch kurz darauf wurde es nur noch schlimmer.

Eva lebt nur für die Männer. Sie verbiegt sich für jeden Mann neu und gibt sich die größte Mühe genauso zu sein, wie sie sie sich wünschen. Dabei vergisst sie sich total und lässt zudem alles mit sich machen. Leider lernt sie daraus überhaupt nicht. Auch als sich langsam aufklärt warum sie so ist, versteht man ihr Verhalten nicht.
Einzig dem Essen gegenüber scheint sie sie selbst zu sein - immerhin.

Ich bin mit dem Charakter der Eva nicht warm geworden. Ich hatte beinahe auf jeder Seite das Gefühl ihr würde mal ein Eimer Eiswasser ganz gut tun. Sie scheint besessen davon zu sein, sich an der Männerwelt zu rächen - ohne Rücksicht auf Verluste.

Zu guter Letzt hatte ich gehofft wenigstens die Rezepte könnten mich etwas versöhnen, aber weit gefehlt. Ich habe mich an einem Rezept versucht und es ging total in die Hose. Das liegt nicht etwa daran, dass ich mich zu blöd angestellt hätte, sondern viel eher daran, dass entscheidende Details fehlen oder nicht übersetzt wurden.

Ich bin von diesem Buch wahnsinnig enttäuscht und gebe den einen Stern auch nur, weil ich zwischendurch tatsächlich einen Lichtblick hatte und mich für ca. 50 Seiten gut unterhalten fühlte in der Hoffnung, dass es doch noch ein unterhaltsames Buch werden könnte.
Die vielen philosophischen Abschweifungen haben es jedoch schnell wieder kippen lassen.

Ich möchte mich dennoch ganz herzlich beim btb-Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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